Wir verbringen seit über zwanzig Jahren regelmäßig Zeit in Cape Coral. Was wir in dieser Zeit gelernt haben — über die richtige Reisezeit, die Anreise, den Mietwagen und die Orte, die sich wirklich lohnen — steht auf dieser Seite.
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Die kurze Antwort: November bis April. In diesen Monaten liegt die Temperatur tagsüber zuverlässig zwischen 24 und 29 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist erträglich und Regen fällt selten. Das ist auch der Grund, warum in dieser Zeit die Preise anziehen und früh gebucht werden sollte.
| Zeitraum | Temperatur | Charakter |
|---|---|---|
| Dezember – April | 24 – 29 °C | Hauptsaison, trocken, angenehm — die beste Zeit |
| Mai | 29 – 32 °C | Noch trocken, schon warm, deutlich leerer |
| Juni – September | 31 – 34 °C | Schwül, tägliche Nachmittagsgewitter, Hurrikansaison |
| Oktober – November | 26 – 30 °C | Übergang, zunehmend trocken, gute Preise |
Der Sommer ist nicht grundsätzlich schlecht — die Gewitter ziehen meist nach einer Stunde durch, und morgens wie abends ist es herrlich. Wer mit Hitze gut zurechtkommt und flexibel ist, findet dann die ruhigere, günstigere Variante. Die offizielle Hurrikansaison läuft von Juni bis November, der statistische Schwerpunkt liegt im August und September.
Es gibt keinen Direktflug von Deutschland nach Fort Myers. In aller Regel fliegen Sie mit einem Umstieg, meist über Atlanta, Charlotte, Newark, Philadelphia oder Miami. Die reine Flugzeit liegt bei zehn bis elf Stunden, mit Umstieg sollten Sie vierzehn bis sechzehn Stunden Reisezeit einplanen.
Der nächstgelegene Flughafen, überschaubar und schnell abgefertigt. Von hier sind Sie in gut einer halben Stunde in Cape Coral.
Mehr Flugverbindungen und oft günstiger, dafür eine längere Fahrt quer durch die Everglades — landschaftlich allerdings reizvoll.
Gute Verbindungen, angenehmer Flughafen. Die Fahrt nach Süden führt entlang der Golfküste.
Für die Einreise benötigen Sie einen biometrischen Reisepass und eine ESTA-Genehmigung, die Sie online beantragen. Sie kostet derzeit 21 US-Dollar und gilt zwei Jahre. Beantragen Sie sie frühzeitig, nicht erst am Vorabend — in seltenen Fällen dauert die Bearbeitung mehrere Tage. Nutzen Sie ausschließlich die offizielle Regierungsseite; es kursieren zahlreiche Vermittler, die ein Vielfaches verlangen.
Cape Coral ist eine weitläufige Stadt ohne nennenswerten öffentlichen Nahverkehr. Der Mietwagen ist keine Option, sondern Voraussetzung. Buchen Sie ihn vorab aus Deutschland — das ist fast immer günstiger als vor Ort, und wichtiger noch: Nur so bekommen Sie zuverlässig die nötige Versicherung.
Der deutsche Führerschein wird anerkannt. Ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend vorgeschrieben, kostet aber wenig und erspart bei einer Verkehrskontrolle möglicherweise Diskussionen.
Die Umstellung fällt leichter als viele erwarten. Rechtsverkehr, breite Straßen, niedrige Geschwindigkeiten. Drei Dinge sind trotzdem anders als gewohnt: An roten Ampeln dürfen Sie rechts abbiegen, sofern kein Schild es untersagt. An Kreuzungen mit vierfachem Stoppschild fährt, wer zuerst da war. Und Schulbusse mit ausgefahrenem Stoppschild dürfen Sie in keiner Richtung überholen — das wird empfindlich bestraft.
Cape Coral wurde ab 1957 am Reißbrett entworfen und besitzt mit über 650 Kilometern mehr schiffbare Kanäle als jede andere Stadt der Welt — mehr als Venedig. Daher auch der Beiname „Venedig Amerikas". Die meisten Grundstücke liegen direkt am Wasser, viele mit eigenem Bootsanleger.
Was die Stadt dadurch nicht hat, ist ein gewachsenes historisches Zentrum. Wer europäische Altstädte sucht, wird enttäuscht. Was Cape Coral stattdessen bietet, ist Ruhe, Platz und Wasser — und eine zentrale Lage zu allem, was Südwestflorida sehenswert macht. Die Strände von Fort Myers Beach, die Inseln Sanibel und Captiva, die Everglades und Naples liegen alle innerhalb einer überschaubaren Fahrzeit.
Die Kanäle sind Salzwasserkanäle mit Verbindung zum Golf von Mexiko. Entscheidend ist dabei der Begriff Gulf Access: Liegt ein Grundstück an einem Kanal ohne Schleuse, können Sie direkt und ohne Wartezeit in den Golf fahren. Mit Schleuse dauert dieselbe Strecke schnell eine Stunde länger.
Delfine und Seekühe sind in den Kanälen keine Seltenheit, besonders in den Wintermonaten. Seekühe suchen dann wärmeres Wasser und ziehen sich in die geschützten Kanäle zurück. Fischreiher, Pelikane und Ibisse gehören zum Alltagsbild. Alligatoren leben in den Süßwasserseen im Landesinneren, nicht in den Salzwasserkanälen — begegnen werden Sie ihnen eher auf einem Ausflug in die Everglades.
Der nächste große Strand, breit und flach abfallend. Gut für einen spontanen Nachmittag. Am Wochenende voll, unter der Woche entspannt.
Die schönsten Inseln der Region, berühmt für ihre Muschelstrände. Captiva ist der ruhigere Teil — bleiben Sie zum Sonnenuntergang.
Unaufgeregt und ursprünglich, mit Zitrusplantagen und kleinen Fischrestaurants. Matlacha, der Ort am Zugang zur Insel, ist ein Künstlerdorf voller bunter Holzhäuser.
Naturschutzgebiet mit kaum bebautem Strand. Schildkröten und Rochen im flachen Wasser sind hier normal, nicht besonders.
Die eleganteste Stadt der Gegend, mit langem Pier, guten Restaurants und dem Shoppingviertel Tin City. Ein schöner Tagesausflug.
Die Airboat-Tour durch das Sumpfgebiet ist touristisch, aber eindrucksvoll. Alligatoren sehen Sie garantiert. Früh losfahren.
Publix ist die verbreitetste Kette und ein guter Standard. Walmart und Target sind günstiger und führen auch Haushaltswaren. Aldi gibt es ebenfalls, mit teils vertrautem Sortiment. Wer gern gut isst, findet bei Whole Foods und Trader Joe's in Fort Myers eine größere Auswahl.
Restaurants öffnen früh und schließen früh — um 21 Uhr wird es vielerorts schon leer. Reservieren lohnt sich in der Hauptsaison, besonders freitags und samstags. Trinkgeld ist kein Bonus, sondern Teil des Lohns: 18 bis 20 Prozent sind üblich. Bei Gruppen ab etwa sechs Personen wird es oft automatisch aufgeschlagen — schauen Sie auf die Rechnung, um nicht doppelt zu zahlen.
Kartenzahlung funktioniert praktisch überall, Bargeld brauchen Sie kaum. Nehmen Sie eine Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühr mit — bei normalen Karten summieren sich die Gebühren über drei Wochen spürbar. Wichtig: Die ausgezeichneten Preise sind immer netto. In Lee County kommen 6,5 Prozent Sales Tax an der Kasse hinzu.
Die Sonne ist stärker, als sie sich anfühlt — der Wind vom Wasser täuscht. Lichtschutzfaktor 50 ist in den ersten Tagen keine Übervorsicht. Kaufen Sie riffverträgliche Sonnencreme; auf Sanibel und in den Naturschutzgebieten ist sie teils vorgeschrieben.
Eine Auslandskrankenversicherung ist unverzichtbar. Medizinische Behandlung in den USA ist extrem teuer, und die deutsche Krankenversicherung zahlt dort nicht. Eine Jahrespolice kostet oft weniger als dreißig Euro.
Die Entfernungen. Auf der Karte wirkt alles nah beieinander. Florida ist größer, als es scheint — Miami liegt gut zwei Stunden entfernt, Orlando etwa drei. Planen Sie nicht zu viele Tagesausflüge hintereinander.
Die Klimaanlage. Innenräume sind oft auf 20 Grad heruntergekühlt, während draußen 30 Grad herrschen. Eine leichte Jacke für Restaurants, Kinos und Supermärkte ist kein Scherz.
Die Mücken. In der Dämmerung, besonders in der feuchten Jahreszeit, sind sie präsent. Ein Mittel mit DEET wirkt deutlich besser als die milden europäischen Varianten.
Die Sonnenuntergangszeit. Im Winter wird es schon gegen 17:30 Uhr dunkel, und zwar schnell — die Dämmerung dauert nur Minuten. Wer zum Sonnenuntergang an den Strand will, sollte rechtzeitig losfahren.
Der Jetlag in die andere Richtung. Der Hinflug ist meist gut zu verkraften, die Rückkehr nach Deutschland fällt schwerer. Planen Sie zu Hause einen Puffertag ein, bevor Sie wieder arbeiten.
Die Villa Wonderview liegt in Westlage am breiten Salzwasserkanal, mit direktem Zugang zum Golf von Mexiko und beheiztem Pool. 260 m² für bis zu acht Personen.
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